Wenn Sie Beschwerden haben und zum ersten Mal zur Phy­sio­the­ra­pie gehen, möchten Sie wissen, was auf Sie zukommt. Wir sprechen über Ihren Alltag, prüfen Ihre Bewegung und beginnen oft schon mit der Behandlung, wenn Verordnung und Befund dazu passen.

Was Sie für den ersten Termin bereitlegen

Eine kleine Vor­be­rei­tung genügt. Bringen Sie mit, was Sie bereits haben; zusätzliche Un­ter­su­chun­gen oder Unterlagen müssen Sie nicht or­ga­ni­sie­ren.

  • Ihre Heil­mit­tel­ver­ord­nung für Phy­sio­the­ra­pie

  • Ihre Ver­si­cher­ten­kar­te

  • Vorhandene Arztbriefe, OP-Berichte und Bildbefunde

  • Bequeme Kleidung, in der Sie sich gut bewegen können, und ein großes Handtuch

Bringen Sie vorhandene Befunde zu Röntgen-, CT- oder MRT-Un­ter­su­chun­gen mit. Ein schrift­li­cher Be­fund­be­richt ist hilfreich, wenn er vorliegt. Sie müssen keine Un­ter­su­chung nachholen oder Papiere beschaffen, die Sie nicht haben.

Schreiben Sie sich kurz auf, seit wann die Beschwerden bestehen und welche Bewegung Ihnen gerade am meisten Mühe macht. So fällt es leichter, im Gespräch an alles zu denken. Ein paar Stichworte reichen.

Im Gespräch geht es um Ihren Alltag

Zuerst erzählen Sie, was Sie herführt und was sich seit Beginn verändert hat. Wir fragen nach dem Verlauf der Beschwerden sowie nach früheren Ver­let­zun­gen oder Operationen. Auch Vor­er­kran­kun­gen, die für die Un­ter­su­chung wichtig sind, sprechen wir an.

Vielleicht schmerzt das Anziehen der Jacke oder der Arm reicht nicht bequem bis zum Kü­chen­schrank. Solche All­tags­si­tua­tio­nen zeigen uns, was Sie wieder leichter schaffen möchten.

Ihr Ziel muss nicht groß oder fachlich klingen. Vielleicht möchten Sie wieder länger gehen oder nachts eine angenehmere Position finden. Sagen Sie, was Ihnen persönlich wichtig ist. So richten wir die Behandlung auf eine Bewegung aus, die Sie im Alltag wieder leichter schaffen möchten.

Beschreiben Sie den Ablauf in Ihren eigenen Worten. Uns in­ter­es­siert, wann eine Bewegung schwierig wird und was Sie dann tun. Wenn Ihnen ein Detail nicht genau einfällt, ist das kein Problem. Nennen Sie einfach, woran Sie sich erinnern.

So finden wir heraus, was Ihnen bei Bewegung schwerfällt

Beim phy­sio­the­ra­peu­ti­schen Befund prüfen wir Ihre Be­we­gungs­fä­hig­keit und Be­last­bar­keit. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose. Wir halten fest, welche wichtigen Tätigkeiten Sie gut schaffen und wo es schwierig wird.

Bei der Un­ter­su­chung sehen wir uns Ihre Be­weg­lich­keit und Kraft an. Auch Haltung und Be­we­gungs­ab­läu­fe prüfen wir, etwa beim Aufstehen oder Heben des Arms. Wir wählen die Tests so, dass sie eine praktische Frage zu Ihrem Anliegen beantworten.

Wir ordnen die Be­ob­ach­tun­gen zusammen mit Ihrer Vor­ge­schich­te und Ihrem Alltag ein. Daraus entsteht ein Aus­gangs­punkt für die Behandlung und spätere Vergleiche.

Für den Vergleich bitten wir Sie manchmal, eine Bewegung mehrmals oder auf beiden Kör­per­sei­ten zu zeigen. So lässt sich prüfen, was sich leichter oder schwerer anfühlt.

Wir erklären bei der Un­ter­su­chung jeden Schritt und warum wir ihn wählen. Sagen Sie jederzeit, wenn etwas unangenehm ist. Dann ergänzen wir den Befund auf einem anderen Weg.

Bei passender Verordnung beginnt die Behandlung oft schon beim ersten Termin

Wenn Verordnung und Befund zu­sam­men­pas­sen, beginnen wir oft schon beim ersten Termin mit einer the­ra­peu­ti­schen Maßnahme. Das kann eine angeleitete Bewegung oder eine andere zur Verordnung passende Behandlung sein. Was wir auswählen, richtet sich nach Ihren Beschwerden und dem Un­ter­su­chungs­er­geb­nis.

Eine einfache Bewegung üben wir oft gemeinsam, damit Sie sie zu Hause wiederholen können. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten und wie die Bewegung zu Ihrem Ziel passt. Eine kleine, ver­ständ­li­che Übung ist hilfreicher als eine lange Liste, an die Sie sich später kaum erinnern.

Klären Sie vor dem Heimweg, wie oft Sie üben und woran Sie merken, dass die Ausführung passt. Fühlt sich die Bewegung zu Hause anders an, notieren Sie es für den nächsten Termin. Dann überprüfen wir sie gemeinsam.

Der Plan bleibt anpassbar. Wird eine Bewegung zu viel oder verändern sich Ihre Beschwerden, sagen Sie uns Bescheid. Dann prüfen wir, ob wir Übung oder Behandlung verändern sollten. Einen Überblick finden Sie bei unseren phy­sio­the­ra­peu­ti­schen Leistungen.

Wie lange dauert ein Phy­sio­the­ra­pie-Termin?

Die Dauer hängt davon ab, welches Heilmittel verordnet wurde. Für Kran­ken­gym­nas­tik und Manuelle Therapie als Ein­zel­be­hand­lung sieht der GKV-Rah­men­ver­trag jeweils 15 bis 25 Minuten Re­gel­be­hand­lungs­zeit vor. Für Manuelle Lymph­drai­na­ge sind je nach Verordnung 30, 45 oder 60 Minuten angegeben.

Diese Zeiten beziehen sich auf die jeweilige The­ra­pie­maß­nah­me. Sie sagen nicht, wie lange Ihr erster Besuch insgesamt dauert. Dazu kommen am Anfang das Gespräch und die Un­ter­su­chung. Fragen Sie bei der Ter­min­ver­ein­ba­rung, wie viel Zeit Sie für den ersten Besuch einplanen sollten.

Zahl und Häufigkeit der Termine stehen auf Ihrer Verordnung

Auf der regulären Heil­mit­tel­ver­ord­nung stehen die vorgesehene Zahl der Be­hand­lungs­ein­hei­ten und die empfohlene Häufigkeit. Sechs Termine sind keine feste Regel für alle. Die verordnete Menge richtet sich nach Ihrer Diagnose und Ihren Ein­schrän­kun­gen. Auch das Be­hand­lungs­ziel spielt eine Rolle. Mehr zu Angaben und Fristen lesen Sie im Beitrag zur Heil­mit­tel­ver­ord­nung für Phy­sio­the­ra­pie.

Bei einer Blan­ko­ver­ord­nung gelten besondere Regeln. Innerhalb des vor­ge­se­he­nen Rahmens legt die Phy­sio­the­ra­peu­tin oder der Phy­sio­the­ra­peut fest, welche Heilmittel und wie viele Einheiten Sie bekommen. Auch die Häufigkeit wird dort bestimmt. Wenn auf Ihrer Verordnung ein Hausbesuch vorgesehen ist, erfahren Sie mehr über Phy­sio­the­ra­pie als Hausbesuch.

Ändern sich Ihre Beschwerden oder erreichen Sie ein Ziel früher, sprechen Sie es an. Dann prüfen wir, ob der Be­hand­lungs­plan noch passt und ob eine Rücksprache mit der ver­ord­nen­den Arztpraxis sinnvoll ist.

Sagen Sie, wenn etwas unklar ist oder schmerzt

Fragen haben im Termin Platz. Sagen Sie, wenn ein Un­ter­su­chungs­schritt oder eine Übung unklar ist. Wir erklären, was wir prüfen und worauf Sie bei der Bewegung zu Hause achten.

Schmerzt etwas oder fühlt es sich unangenehm an, machen Sie bitte nicht einfach weiter. Beschreiben Sie, was Sie spüren. Dann passen wir die Bewegung oder Position an, machen eine Pause oder wählen einen anderen Schritt. Ihre Rückmeldung hilft uns, die Behandlung auf Ihre Situation abzustimmen.

Wenn Sie einen Termin absagen müssen

Schaffen Sie es nicht zum Termin, sagen Sie bitte so früh wie möglich ab, mindestens 24 Stunden vorher. Dann kann die Praxis versuchen, den Termin neu zu vergeben. Wissen Sie schon früher, dass Sie verhindert sind, melden Sie sich ent­spre­chend früher.

Mit Ihrer Verordnung und Ihren Fragen können Sie den nächsten Schritt planen. Wenn Sie Phy­sio­the­ra­pie in Düsseldorf-Gerresheim suchen, können Sie über Kontakt einen ersten Termin anfragen.

Geschrieben von

Physiotherapeut und Praxisinhaber

Davood Mirasadollahi ist staatlich anerkannter Physiotherapeut mit Weiterbildungen in Manueller Therapie, Faszientherapie (FDM), CMD-Therapie, Kinesio-Taping und Vagus-Therapie. Er leitet Theracore in Düsseldorf-Gerresheim und erklärt im Ratgeber, was bei häufigen Beschwerden hilft und wie Physiotherapie abläuft.

  • Staatlich anerkannter Physiotherapeut
  • Manuelle Therapie (MT)
  • Physiotherapie bei Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD)