Bei der Wär­me­the­ra­pie setzen wir gezielte Wärme ein, in unserer Praxis vor allem in Form von Fango. Die lokale Wärme fördert die Durch­blu­tung, kann die Mus­kel­span­nung senken und macht das Gewebe elastischer. Viele empfinden sie als schmerz­lin­dernd und entspannend.

Ziel ist, die kör­per­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für die weitere Behandlung zu verbessern: Nach der Wärme lassen sich Muskeln und Gelenke oft leichter behandeln und bewegen.

Wann Wär­me­the­ra­pie infrage kommen kann

  • bei Ver­span­nun­gen in Nacken, Schultern und Rücken

  • bei länger bestehenden Rü­cken­schmer­zen ohne Ent­zün­dungs­zei­chen

  • bei Ge­lenk­stei­fig­keit, etwa bei Arthrose ohne akute Reizung

  • zur Vor­be­rei­tung auf Manuelle Therapie oder Kran­ken­gym­nas­tik

Wär­me­the­ra­pie in Düsseldorf-Gerresheim

In unserer Praxis in Gerresheim bekommen Sie die Wär­me­the­ra­pie mit einer ärztlichen Verordnung. Sie ist ein ergänzendes Heilmittel und wird meist zusammen mit Manueller Therapie oder Kran­ken­gym­nas­tik verordnet.

Behandlungsliege am Fenster

Fango: Wärme, die lange anhält

Fango ist ein Mi­ne­ral­schlamm vul­ka­ni­schen Ursprungs. Heute wird er meist mit Paraffin gemischt, vorgewärmt und als Packung aufgelegt. Er speichert Wärme lange und gibt sie gleichmäßig an das Gewebe ab.

Sie liegen dabei gut zugedeckt auf der Be­hand­lungs­lie­ge, meist etwa 20 Minuten. Danach folgt die Manuelle Therapie oder Kran­ken­gym­nas­tik, solange das Gewebe noch warm ist.

Wärme oder Kälte?

Beides kann Schmerzen lindern, aber nicht in jeder Situation. Eine Faustregel:

Wärme passt eher …

  • bei verspannten Muskeln
  • bei länger bestehenden Beschwerden
  • bei steifen Gelenken ohne Entzündungszeichen
  • vor einer Behandlung oder Übungen

Kälte passt eher …

  • bei frischen Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen
  • bei Schwellungen, auch nach Operationen
  • bei gereizten, warmen Gelenken
  • bei akuten Entzündungszeichen

Was in Ihrem Fall passt, klären wir im Befund.

Gut zu wissen

Wärme zu Hause

Eine Wärmflasche oder ein Kör­ner­kis­sen kann Ver­span­nun­gen auch zu Hause lockern. Ein paar Dinge sind dabei wichtig:

  • Legen Sie immer ein Tuch zwischen Wärmequelle und Haut.

  • 15 bis 20 Minuten genügen.

  • Nicht bei frischen Ver­let­zun­gen, Schwel­lun­gen oder geröteten, warmen Gelenken.

  • Nicht einschlafen mit der Wärmequelle auf der Haut.

Wärme ersetzt keine Bewegung: Bei Rü­cken­schmer­zen lohnt sich der Beitrag Warum Bewegung meist besser hilft als Schonung.

Fragen zu Wär­me­the­ra­pie

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns oder rufen Sie an.

Wie heiß wird die Fan­go­pa­ckung?

Angenehm warm. Die Packung wird vorgewärmt und so aufgelegt, dass Sie die Wärme gut vertragen. Ist sie Ihnen zu heiß, sagen Sie es bitte sofort.

Warum kommt die Wärme vor der Behandlung?

Warme Muskulatur ist oft lockerer und das Gewebe elastischer. Viele empfinden die an­schlie­ßen­de Manuelle Therapie oder Kran­ken­gym­nas­tik dann als angenehmer.

Wann ist Wärme nicht geeignet?

Zum Beispiel bei akuten Ent­zün­dun­gen, frischen Ver­let­zun­gen und Schwel­lun­gen, offenen Wunden, Fieber, Krampfadern im Be­hand­lungs­ge­biet, ein­ge­schränk­tem Wär­me­emp­fin­den oder bestimmten Herz-Kreislauf-Er­kran­kun­gen. Im Zweifel klären wir das vorher mit Ihnen und Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Zahlt die Kran­ken­kas­se die Wär­me­the­ra­pie?

Ja, wenn sie ärztlich verordnet ist. Sie ist ein ergänzendes Heilmittel und wird meist zusammen mit Kran­ken­gym­nas­tik oder Manueller Therapie verordnet. Gesetzlich Versicherte zahlen die übliche Zuzahlung.

Behandlungsraum mit Liege und warmem Licht

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