Krankengymnastik
Übungen und Behandlungstechniken, die Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Stabilität verbessern – damit der Alltag wieder leichter fällt.
- Dauer
- ca. 20 Minuten
- Abrechnung
- Gesetzlich und privat
- Voraussetzung
- Ärztliche Verordnung
Krankengymnastik (KG) ist die Grundlage der Physiotherapie. Sie verbindet aktive Übungen, bei denen Sie selbst arbeiten, mit passiven Techniken, bei denen wir Ihre Gelenke und Muskeln behandeln.
Ziel ist, dass Sie sich wieder sicher bewegen, körperlich belastbarer werden und im Alltag selbstständig zurechtkommen. Wie viel davon aktiv und wie viel passiv ist, hängt vom Befund ab: Kurz nach einer Operation überwiegen oft vorsichtige, geführte Bewegungen, mit der Zeit übernehmen Sie selbst mehr.
Wann Krankengymnastik infrage kommen kann
nach Operationen, zum Beispiel an Knie, Hüfte, Schulter oder Wirbelsäule
bei Rücken- und Nackenbeschwerden
nach Sportverletzungen wie Bänderrissen oder Muskelverletzungen
bei Arthrose und eingeschränkter Beweglichkeit
bei Unsicherheit beim Gehen oder nach einem Sturz
bei Haltungsproblemen und einseitiger Belastung im Beruf
Krankengymnastik in Düsseldorf-Gerresheim
Mit Ihrer Verordnung melden Sie sich am besten gleich: Die Behandlung muss in der Regel innerhalb von 28 Tagen beginnen. Wie der erste Termin abläuft, lesen Sie im Beitrag Ihr erster Termin in der Physiotherapie.
Woran wir arbeiten
Jede Behandlung setzt andere Schwerpunkte. Diese fünf Bereiche kommen in fast jeder Krankengymnastik vor.
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Beweglichkeit
Gelenke mobilisieren und verkürzte Muskeln dehnen, damit Bewegungen wieder ohne Ausweichen gelingen.
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Kraft
Muskeln gezielt und dosiert aufbauen, auch nach langer Schonung oder einer Operation.
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Koordination und Gleichgewicht
Sicherer stehen, gehen und Treppen steigen – besonders wichtig nach einem Sturz.
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Stabilität
Rumpf und Gelenke so trainieren, dass sie Belastung gut abfangen.
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Alltagsbewegungen
Heben, Tragen, Bücken und Sitzen so üben, dass sie weniger belasten.
Zum Ausprobieren
Aufstehen vom Stuhl
Diese Übung trainiert Beine und Gleichgewicht und lässt sich gut in den Alltag einbauen, zum Beispiel jedes Mal vor dem Essen.
Setzen Sie sich vorn auf einen stabilen Stuhl, die Füße hüftbreit auf dem Boden.
Neigen Sie den Oberkörper leicht nach vorn und stehen Sie auf – möglichst ohne die Hände.
Setzen Sie sich langsam und kontrolliert wieder hin.
Wiederholen Sie das fünf- bis zehnmal.
Fällt Ihnen das schwer, nehmen Sie die Hände zu Hilfe oder einen höheren Stuhl. Bei Schmerzen oder Schwindel brechen Sie ab und sprechen uns beim nächsten Termin darauf an.
Übungen, die in Ihren Alltag passen
Was in der Praxis gelingt, soll auch zu Hause klappen. Deshalb bekommen Sie keine langen Übungslisten, sondern zwei bis drei Übungen, die zu Ihrem Tagesablauf passen: am Schreibtisch, beim Zähneputzen oder auf der Treppe.
In jedem Termin schauen wir, was sich verändert hat, und passen die Übungen an. Nach einer Knieoperation finden Sie Hinweise für die ersten Wochen im Beitrag Physiotherapie nach einer Knieprothese.
So läuft die Krankengymnastik ab
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Befund
Wir sprechen über Ihre Beschwerden und Ziele und testen Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht.
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Behandlungsplan
Aus dem Befund entsteht ein Plan mit klaren Zwischenzielen, zum Beispiel wieder schmerzarm Treppen steigen.
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Behandlung und Training
Passive Techniken und Übungen, die wir von Termin zu Termin anpassen und steigern.
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Übungen für zu Hause
Wenige, gut erklärte Übungen, die in Ihren Alltag passen, damit das Erreichte bleibt.
Fragen zu Krankengymnastik
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns oder rufen Sie an.
Wie oft finden die Termine statt?
Das legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auf der Verordnung fest. Häufig sind es ein bis drei Termine pro Woche.
Was soll ich zur Behandlung anziehen?
Bequeme Kleidung, in der Sie sich gut bewegen können, und ein großes Handtuch.
Bekomme ich Übungen für zu Hause?
Ja. Sie erhalten wenige, gut erklärte Übungen, die zu Ihrem Alltag passen, und wir passen sie im Verlauf an.
Ist Krankengymnastik nur Turnen?
Nein. Neben Übungen gehören auch passive Techniken dazu, bei denen wir Gelenke bewegen, Muskeln dehnen oder Gewebe lockern. Wie das Verhältnis ist, hängt von Ihrem Befund ab.
Wer bezahlt die Krankengymnastik?
Mit ärztlicher Verordnung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Erwachsene zahlen die gesetzliche Zuzahlung, Kinder und Jugendliche sind befreit. Privat Versicherte erhalten eine Rechnung; die Erstattung hängt vom Tarif ab. Mehr dazu im Beitrag zur Heilmittelverordnung.